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Geschrieben von: Sebastian von Paledzki   
Montag, den 14. September 2009 um 13:16 Uhr

Beitrag fĂĽr das BachebĂĽler Mosaik im Oktober 2010

ErntedankErntedank – mit diesem Fest verbinden wir reife Früchte, bunte Wälder, kühler werdende Nächte, den beginnenden Herbst. Das Erntedankfest hat eine sehr lange Tradition, obgleich es kein gesetzlicher Feiertag ist. In der Kirche ist das Erntedankfest seit dem dritten Jahrhundert belegt, allerdings fehlt ein weltweit verbreiteter einheitlicher Festtermin. Diesen kann es auch nicht geben, weil der Festzeitpunkt je nach Klimazone unterschiedlich ist.

Den Sinn kann man im heutigen Namen noch erkennen: „Ernte“ und „Dank“. Was die Natur hervorbringt, betrachten die Christen als Gottesgeschenk. Immer in den Monaten September und Oktober, die als «Schöpfungszeit» gelten, bedanken sie sich mit dem Erntedankfest bei Gott.


Die Früchte der Natur – ein Geschenk Gottes – vielleicht eines, das uns allzu selbstverständlich geworden ist? Mehr noch: Wie gehen wir damit um, dass Gottes Schöpfung ein Geschenk an alle Menschen ist, also auch an jene, denen der Zugang zu ausreichender Nahrung verwehrt ist? Erntedank – die Anliegen dieses alten, aktuellen Festes nimmt ein Gebet aus Russland auf:

Herr, gestalte, vermehre und lass gedeihen,
dass es reicht fĂĽr jedermann:
fĂĽr den Hungernden und den Verwaisten,
fĂĽr den Fordernden und den Bittenden,
fĂĽr den, der es sich nimmt,
und fĂĽr den, der Gott preist,
und auch fĂĽr den, der undankbar davongeht.


Aus Russland

Im Namen des ganzen Pfarreiteams wĂĽnsche ich Ihnen einen bunten Herbst mit allem, womit Gott uns reich beschenken will!

Sebastian von Paledzki,
Pastoralassistent der röm.-kath. Kirche Bülach

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. September 2009 um 13:43 Uhr