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Geschrieben von: Sebastian von Paledzki   
Donnerstag, den 04. März 2010 um 17:30 Uhr
HemdIn einem fernen Land lebte ein König, der sehr traurig war, und er befahl seinen Kindern, sie sollten in der ganzen Welt nach einem glücklichen Menschen suchen, und wenn sie ihn gefunden hätten, dann sollte er ihnen sein Hemd geben, damit sie es ihm bringen und er wieder glücklich würde. Sie machten sich auf und gingen umher, aber sie fanden keinen Glücklichen, und sie kehrten wieder heim in ihr Haus.

Da plötzlich sahen sie in der Ferne ein Licht. Sogleich brachen sie auf und gingen auf das Licht zu, aber sie wurden von der Nacht überrascht. Als sie näher zum Licht kamen, fanden sie einen Menschen, der ganz allein im Freien sass. Sie setzten sich hin und lauschten, und augenblicklich hörten sie, wie er sagte: „Gott sei Dank. Schön habe ich auch diesen Tag verbracht. Ich bin der Allerglücklichste. Gott sei Dank. Wie glücklich bin ich!“ – „Wenn du so glücklich bist, damit wir es unserem Vater bringen und er wieder gesund wird.“ Das sagten sie zu ihm! Er aber antwortete: „Ich habe keines.“

(Quelle unbekannt)

Das Glück hängt nicht (nur) an materiellen Dingen – eigentlich wissen wir das ganz genau. Aber wie oft gehen wir den Reizen des Äusserlichen auf den Leim! Wie oft suchen wir Glück und Befriedigung und irren doch nur umher. Weil das, was wir suchen im Menschen drin steckt und man es nicht tauschen kann wie ein Hemd.
Vielleicht ist diese Geschichte ein Gleichnis zur Fastenzeit. Haben Sie in diesen Tagen schon versucht, Gott zu sagen, welche Glücksmomente Sie erfahren haben?  
Mögen Sie – gerade in dieser Fastenzeit – ganz viele Momente des (auch leisen) Glücks erfahren. Mögen Sie dieses Glück in Ihrem Innern finden und mögen Sie aus ganzem Herzen sagen können: Gott sei Dank!

Ihr Diakon Sebastian von Paledzki

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 04. März 2010 um 17:40 Uhr